Umzug nach Italien: zuerst der codice fiscale
Die italienische Bürokratie hat sich ihren Ruf verdient, ist aber zu bewältigen, wenn man sie in der richtigen Reihenfolge angeht. Fast alles hängt an einer Nummer, und die zu bekommen ist schnell und kostenlos - die Verzögerungen entstehen durch die falsche Abfolge, nicht durch die Unterlagen.
Beginne mit dem codice fiscale
Der codice fiscale ist deine Steuernummer und das Erste, was du brauchst. Ohne ihn kein Bankkonto, kein Mietvertrag, kein Handyvertrag, keine Arztanmeldung und keine Bezahlung. Ausgestellt von der Agenzia delle Entrate, kostenlos und oft am selben Tag zu bekommen.
Der permesso di soggiorno
Nicht-EU-Bürger brauchen danach den permesso di soggiorno, zu beantragen binnen acht Tagen nach Ankunft. Der Antrag beginnt in einem Postamt mit einem Kit, geht zur questura für Fingerabdrücke und dauert Monate - doch die Quittung vom Anfang gilt selbst als Nachweis eines rechtmäßigen Antrags während der Wartezeit.
Residenza, dann die Gesundheitsversorgung
Die Anmeldung der Adresse, die residenza, folgt und öffnet das Gesundheitssystem. Danach kannst du dich beim SSN einschreiben und bekommst einen medico di base zugewiesen - die Hausarztpraxis als Tor zu allem Weiteren: Fachärzte erreicht man über eine Überweisung, nicht direkt.
Mieten: vier plus vier - und registrieren
Beim Mieten ist der Standardvertrag der Vier-plus-Vier: vier Jahre, automatisch um vier weitere verlängert, sofern die Vermietung keinen bestimmten gesetzlichen Grund dagegen hat. Das ist für Mietende ungewöhnlich sicher. Bestehe darauf, dass der Vertrag bei der Agenzia delle Entrate registriert wird - ein nicht registrierter Mietvertrag ist nichtig und lässt dich völlig ungeschützt.